JIB DOOR
Im Erdgeschoß des Palais für aktuelle Kunst befindet sich eine Tapetentür. Gewöhnlich ist sie verschlossen und wird interessierten Besuchern nur gelegentlich auf Anfrage geöffnet. Dann allerdings wird die schöne alte Wandbemalung mit ihren Blumen sichtbar, die erahnen lässt, wie die Räume früher vielleicht einmal ausgesehen haben.
Für die Hamburger Künstlerin Anna Grath war diese „JIB DOOR“ der Ausgangspunkt ihrer Arbeit. „Dass das Palais unter seiner oberen Haut so interessante Innereien hat, die man betrachten kann, indem man die Wand aufklappt, empfinde ich als assoziativ sehr vielschichtig,“ so die Künstlerin. Also liess sich Anna Grath von der Architektur, den Räumen und Wänden des Palais inspirieren und hat alle Arbeiten in Bezug dazu geschaffen oder ausgewählt.
Das Choreographieren von Gebrauchsgegenständen ist ein Hauptmerkmal ihrer Arbeit. Den Besuchern und Besucherinnen begegnen Käfige und Jalousien, Rigipsplatten, Fächer, Strümpfe, Wäsche und Kartons. Alles alltägliche und bekannte Dinge, die dem Verbergen, Verhüllen und der Abgrenzung dienen. Das Material wird in Anna Graths Arbeit seiner funktionalen Pflichten enthoben und muss neue Aufgaben übernehmen. Dann hängt lose was gespannt gehört und anderes tritt in ungewohnt formaler Strenge auf. Die Objekte werden in neue Zusammenhänge und Beziehungen gesetzt – und entwickeln unerwartet poetische Fähigkeiten.
Mit freundlicher Unterstützung des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur Schleswig-Hostein
Vernissage
Kunstsprechstunde
Kunstsprechstunde
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Künstlerinnengespräch
mit Anna Grath und Brigitta Sui Dschen Mattke






