DREI HEUTE - RESONANZEN
„Am farbigen Abglanz haben wir das Leben.“ (Goethe im Faust)
MALEREI – ZEICHNUNG – OBJEKT – INSTALLATION
Michael Kolod verwendet Materialien, die oft aus Baumärkten stammen und eigentlich anderen Zwecken dienen. Umgearbeitet zu modularen Farbobjekten beginnen seine plastischen Bilder ihre Zwiesprache mit Licht und Schatten, in Zwischenräumen, an und gleichzeitig vor der Wand. Farbe lässt Bezüge entstehen zwischen den Dingen und unserer eigenen Innenwelt. Sie schwingt, schwebt – meist ungreifbar. Die Farbe wirkt über das Objekt hinaus, was sich dem ersten Blick gar nicht offenbart, sondern nur dem verweilenden. Die vermeintlich „schnellen“ Dinge brauchen Zeit.
Ute Seiferts Arbeiten beschäftigen sich mit Farberleben in Bildfläche und Raum. In den Empfi ndungsräumen, die von Farbstofflichkeit und Formprägnanz bestimmt sind, sorgen Aura und Atmosphäre für eine direkte, körperliche Ansprache des Betrachters und lenken den Blick nach außen und nach innen. Wieviel „Ding“ braucht es, um Wahrnehmung zu ermöglichen? Wo ist die Grenze des Wahrnehmbaren? In Zwischenräumen und Schwellensituationen, an Orten des Transits, die in der künstlerischen Wendung zu Bezirken der Transformation und Transzendenz geraten, schaffen Unschärfen besonders präzise Empfindungen.
Für Rainer Jochims ist Farbe führend in all seinen 5 Arbeitsgebieten – für die Malerei auf Spanplatte, die Papierarbeiten, die Zeichnungen, die Steine und die Malbücher. Er schafft nicht Bilder von etwas, sondern Thema sind Beziehungen zu etwas. Das Anliegen von Raimer Jochims ist es, eine Freiheit des Sehens zu fördern, die es ermöglicht, uns frei zu bewegen in der äußeren und der inneren Welt – sich bewegen zwischen Dinglichkeit und Kraft, Hinsehen und Wegsehen, Deutungen und Bedeutungen offen halten für das Endliche und Unendliche und sie in der Schwebe halten.
Ute Seifert
Vernissage
Begrüßung: Vincent Schubart
Einführung: Dr. Rainer Bessling
Die Künstler sind anwesend.
Impressionen (Galerie)







